Das Anningergebiet erfreut sich als Ausflugsziel nach wie vor großer Beliebtheit. Ob für naturliebende
Wanderer, Mountainbiker und Läufer oder im Winter zum Rodeln, die herrlichen Naturwanderwege bieten ein
weitläufiges Angebot. Dazu gibt es zahlreiche Naturdenkmäler und Naturhöhlen zu entdecken, was einen Ausflug
auch für Familien interessant macht. So gibt es neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie die Burgruine
Mödling oder den Husarentempel noch viele andere, teils auch recht mystische Denkmäler zu erkunden.

            

Eines davon ist das Matterhörndl, welches eine bedeutende prähistorische Kultstätte ist. Hier wurde schon
in der Keltenzeit zur Sommersonnenwende die Fruchtbarkeitsfeier mit Johannisfeuer abgehalten. Von der
Sonnenseite her, nähert man sich dem weithin sichtbaren, bekannten Felsentor. Hoch interessant sind auch
die “Wiedergeburtsfelsspalte” und die künstlich gehauene Steinschale, welche man in der Felsformation
entdecken kann. Generell sind die teils bizarren Gesteinsformationen bei Kindern sehr beliebt und laden
zum Endecken und Klettern ein. Ebenfalls sagenumwoben ist der Hexensitz. Es heißt, dass Hexen in gewissen
Vollmondnächten auf einem Stein geschaukelt hätten. Zu finden ist der Hexensitz am Westabfall des kleinen
Anninger, allerdings ist nur eine Hinweistafel, ein grüner Wanderstempel und eine Erdmulde mit Steinen zu sehen.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Anningers, von Gumpoldskirchen aus kommend, führt der grün bezeichnete
“Kalenderweg” bis zum Anninger Schutzhaus.

            
                                                                                        (Karte mit Nutzungsgenehmigung des BEV)

Dieser natürlich entstandene Weg ist ein uralter Pilgerweg, der zur Keltenzeit die Pilger wohl zu einer
Quelle führte, dem Ochsenbrunnen. Dieser dient heute der Versorgung des Anninger Schutzhaus mit gutem
Trinkwasser. Allerdings gibt es noch viele andere Quellen im Anningergebiet, an denen sich die Wanderer
unterwegs erfrischen können. Für die Einfassung und den Erhalt der Quellen sorgt der Verein der Naturfreunde
in Mödling von 1877 und lässt auch jährlich eine Trinkwasseruntersuchung durchführen. Der Verein betreut
neben den Quellen auch die beiden Aussichtswarten - “Jubiläumswarte” nahe dem Anninger Schutzhaus und die
“Wilhelmswarte”. Beide Warten bieten unterschiedliche Panoramaausschnitte, daher ist es lohnenswert beide
zu besuchen. Zu einem spannenden Ausflug gehört für Kinder besonders der Besuch einer Höhle. Die größte
Höhle im ganzen Gebiet ist die “Dreidärrischen Höhle”, welche sich am Weg von Gumpoldskirchen zum Anninger
befindet. Leider ist diese Höhle nur mit Voranmeldung im Rahmen einer Führung zugänglich. Nähere Informationen
gibt es am Höhleneingang oder bei der Veiglhütte.

                         

Eine leichter zugängliche Höhle befindet sich am Südhang des Pfaffstättner Kogels, die “Einödhöhle” (unbedingt
Taschenlampe mitnehmen). Ein paar Schritte westlich davon liegt die “Elfenhöhle”. Der Besuch beider Höhlen
kann sehr gut mit einer Wanderung zur Proksch Hütte verbunden werden, wo auf die Kinder ein toller Abenteuer-
spielplatz wartet. Ebenfalls ein für Kinder interessantes Highlight ist der ehemalige Steinbruch im Prießnitztal,
der zum Klettern und Steine klopfen einlädt. Zur Stärkung kann man dann ins Anninger Schutzhaus oder bei der
Krausten Linde einkehren. Beide Häuser stehen ebenfalls unter der Obhut des Vereins der Naturfreunde von
Mödling 1877, der auch einmal im Jahr dort den Anningerkirtag veranstaltet.


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